Riester und die Abgeltungsteuer

Eingetragen am 01.12.2008 um 10:32

Die gute Nachricht gleich zu Beginn dieser News. Die Riester Rente ist von der neuen Abgeltungsteuer nicht betroffen. Nicht betroffen deshalb, weil die Erträge aus einer Riester Rente nach wie vor nachgelagert besteuert werden. Doch hierzu später mehr!

Wie funktioniert die neue Abgeltungsteuer!

Ab 2009 werden pauschal 25% aller Erträge, die aus einer Geldanlage erzielt werden, in Form der Abgeltungsteuer an den deutschen Fiskus weitergeleitet. Zu diesen 25% kommt noch der Solidaritätszuschlag und eventuell die Kirchensteuer hinzu.

Die Abgeltungsteuer wird bei folgenden Kapitalerträgen erhoben.

Wie in der Vergangenheit, kann auch ab 2009 ein Teil dieser Erträge durch einen Freistellungsauftrag von der Abgeltungsteuer befreit werden. Der neue Freibetrag für das Jahr 2009 wird für Alleinstehende bei 801 Euro und für Verheiratet bei 1.602 Euro liegen.

Nicht betroffen von der Abgeltungsteuer sind alle Kapital- und Rentenversicherungen, die Riester Rente, die Rürup Rente sowie der Verkauf einer Immobilie nach einer Haltedauer von 10 Jahren.

Die Bank führt die Abgeltungsteuer automatisch an das Finanzamt ab. Durch diese Vorgehensweise müssen diese Erträge zukünftig in der Steuererklärung nicht mehr angegeben werden. Liegt der individuelle Steuersatz eines Anlegers unter 25%, kann beim zuständigen Finanzamt eine Bescheinigung eingereicht werden. Die Erträge werden dann mit dem individuellen und günstigeren Steuersatz veranlagt.

Verluste aus Kapitalvermögen können ab 2009 nur noch mit Einnahmen aus Kapitalvermögen verrechnet werden. Eine Verrechnung mit anderen Einkunftsarten ist in der Zukunft nicht mehr möglich.

Die Riester Rente und die Steuer!

Die Riester Rente ist deshalb nicht von der Abgeltungsteuer betroffen, da für die Rentenzahlung aus einem Riestervertrag die nachgelagerte Besteuerung gilt. Das heißt, die Rentezahlungen der Riester Rente werden im Rentenalter mit dem individuellen Steuersatz veranlagt. Hierzu werden alle Einnahmen eines Rentners addiert, eventuelle Freibeträge abgezogen und dann das zu versteuernde Einkommen entsprechende der Grund- oder Splittingtabelle steuerlich veranlagt.

Da die Einkünfte eines Rentners in der Regel deutlich niedriger liegen, als während der Berufsphase liegt der Steuersatz häufig unter 25%. Somit kann man durchaus behaupten, dass die Riester Rente zu den Gewinnern der neuen steuerlichen Regelung gehört.

Um auf einen durchschnittlichen Steuersatz in Höhe von 25% zu kommen, müsste ein alleinstehender Rentner nach der Steuertabelle 2008 ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von ca. 46.500 Euro haben. Bei einem verheirateten Rentnerpärchen können die Einkünfte sogar über  92.000 Euro liegen.

Auszug aus der Steuertabelle 2008

Personenkreis zu versteuerndes Einkommen Steuer Steuersatz
Alleinstehend (Grundtabelle) 46.000 € 11.492 € 24,98 %
  46.500 € 11.688 € 25,14 %
Verheiratet (Splittingtabelle) 92.000 € 22.984 € 24,98 %
  92.500 € 23.180 € 25,06 %

Fordern Sie noch heute Ihre persönliche Berechnung an und profitieren auch Sie von der Riester-Förderung!

Hier gelangen Sie zur Nachrichtenübersicht

Jetzt Vergleichen

Riester Rente Vergleich anfordern

BKI Newsletter




* Pflichtfeld

Link setzen bei:


BK Infoportale Logo