Viele Riestersparer verschenken Zulagen!

Eingetragen am 21.12.2010 um 13:39

Diese Studie wurde im Auftrag der Union Investment GmbH von Professor Bernd Raffelhüschen durchgeführt und in Form des „Vorsorgeatlas Deutschland“ präsentiert.

Da für das Jahr 2007 in 2010 keine Zulagen mehr beantragt werden können, liefert die aktuelle Studie nur verlässliche Zahlen für die Beitragsjahr 2002 bis 2007.

Das Ergebnis ist jedoch erschreckend. Im Jahr 2007 haben Riestersparer es versäumt Zulagen in Höhe von 977 Millionen Euro fristgerecht bzw. korrekt abzurufen. Geld was nun für den wichtigen Aufbau der Altersvorsorge nicht mehr genutzt werden kann, da die Frist für die Beantragung der Zulagen aus dem Jahr 2007 am 31.12.2009 endete.

Die Studie nennt zwei Gründe als Ursache!

Als die Riester Rente 2002 eingeführt wurde, gab es noch keinen Dauerzulagenantrag. Die Riesterzulage musste also jedes Jahr neu beantragt werden. Zwar bekommt der Riestersparer von seinem Anbieter alle Unterlagen die er für die Beantragung benötigt per Post zugestellt, dennoch versäumen es immer noch zu viele Endkunden, diesen Antrag dann auch fristgerecht an die ZfA (Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen) weiterzuleiten. Von den 977 Euro wurden im Jahr 2007 644 Millionen Euro verschenkt, da Sparer überhaupt keinen Zulagenantrag stellten.

313 Millionen wurden nicht ausbezahlt, da der im Jahr 2007 geforderte Mindesteigenbeitrag in Höhe von 3% des Bruttovorjahreseinkommens (ab 2008 4%) nicht erreicht wurde und dadurch die Zulagenzahlung nur gekürzt gewährt wurden. Auch hier handelt es sich um eine zu vermeidende Nachlässigkeit. Zwar dürfte es einige Sparer geben, die es sich finanziell nicht leisten können den geforderten Mindesteigenbeitrag aufzubringen, doch in den meisten Fällen, wurde einfach vergessen, den monatlichen Beitrag an das gestiegene Einkommen anzupassen.

Unser Empfehlung:

Wer seinen Riestervertrag in den Jahren 2002 bis 2004 abgeschlossen hat, sollte falls noch nicht geschehen, einen Dauerzulagenantrag stellen. Denn seit 2005 gibt es die Möglichkeit den Anbieter mit der Beantragung der Zulage zu beauftragen.

Und zusätzlich sollte man in regelmäßigen Abständen prüfen, ob der monatliche Beitrag aufgrund geänderter Einkommensverhältnisse angepasst werden muss!

Hier gelangen Sie zur Nachrichtenübersicht

Jetzt Vergleichen

Riester Rente Vergleich anfordern

BKI Newsletter




* Pflichtfeld

Link setzen bei:


BK Infoportale Logo