Grundlagen der Riester-Rente

Warum gibt es die Riester-Rente überhaupt?

Haben Sie sich auch schon gefragt, wann und warum wurde die Riester-Rente überhaupt eingeführt? Falls ja, sind Sie herzlich eingeladen auf dieser Seite die Entstehungsgeschichte der Riester-Rente nachzulesen.

Geburtsstunde der Riester-Rente ist die Rentenreform im Jahre 2001. Verantwortlich für die Einführung der Riester-Rente ist der Politiker Walter Riester, der im Jahre 2001 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung in der Regierung von Gerhard Schröder war. Deshalb trägt die Riester-Rente in der Umgangsprache heute auch seinen Namen. Das Gesetzt, dass die Grundlage für die Riester-Rente bildet wurde am 26. Juni 2001 mit Zustimmung des Bundesrates beschlossen und trägt den schönen Namen: „Gesetz zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und zur Förderung eines kapitalgedeckten Altersvorsorgevermögens (Altersvermögensgesetz = AVmG)“.

Anlass für die erneute Rentenreform im Jahre 2001 war jedoch der gestiegene Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung aufgrund der demographischen Entwicklung in Deutschland. Denn als die gesetzliche Rentenversicherung im Jahr 1889 von damaligen Reichskanzler Otto von Bismarck beschlossen wurde und im Jahre 1891 dann eingeführt wurde hatte damals noch niemand damit gerechnet, dass das Durchschnittsalter der Bundesbürger irgendwann einmal bei ca. 80 Jahren liegen würde.

Grundlage für die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung war damals und ist auch heute der so genannte Generationenvertrag, auch wenn es diesen Vertrag an sich gar nicht gibt. Das bedeutet, dass in einem Umlageverfahren der Teil der Bevölkerung der ein Arbeitseinkommen erzielt für die Rentenleistungen der nicht mehr erwerbstätigen Bürger (=Rentner) aufkommt. Diese Finanzierungsform hat bis weit in die 60er Jahre sehr gut funktioniert, da der Anteile der Erwerbstätigen bis dahin immer größer war, als der Anteil der Rentner. Doch aufgrund der immer besseren Lebensumstände und dem Fortschritt in der Medizin ist auf der einen Seite die Lebenserwartung immer stärker angestiegen und auf der anderen Seite ein Rückgang der Neugeborenziffern zu verzeichnen gewesen. War deshalb im Jahr 1900 das Verhältnis noch 10:1, bedeutet 10 Beitragszahler finanzierten die Rente für einen Rentner, liegt das Verhältnis heute nur noch bei 3:1 und wird sich bis zum Jahr 2030 auf ca. 1:1 weiter reduzieren.

Durch diese Veränderung in der demographischen Entwicklung ist klar, das entweder der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung weitere steigen oder aber das Rentenniveau abgesengt werde müsste. Mit der Rentenreform 2001 hat die Bundesregierung die Weichen für die Senkung des Rentenniveaus gestellt. So wird die gesetzliche Rente für den so genannten Eckrentner der 45 Jahre ein durchschnittliches Arbeitseinkommen erzielt hat von derzeit ca. 70% auf ca. 67% des Nettoeinkommens im Jahre 2030 sinken. Im Gegenzug soll dafür der Beitrag für die gesetzliche Rentenversicherung nicht über 22% des Bruttoarbeitslohnes steigen. Da in der Praxis jedoch nur sehr wenige Arbeitnehmer die 45 Jahre erreichen werden, wird ein Rentenniveau von vielleicht 45 – 55 % als realistisch anzusehen sein.

Die Kürzung des Rentenniveaus auf 67% wird durch einen Neuberechnung der Rentenformel erreicht. Die dadurch entstehende neue Versorgungslücke soll durch den Aufbau einer stattlich geförderten privaten Altersvorsorge geschlossen werden – die Riester-Rente war geboren. Im Gesetzestext wurden elf Zertifizierungsvorschriften aufgeführt, die ein Anbieter einer Riester-Rente zu Beginn erfüllen musste um eine Zulassung für sein Riester-Produkt zu erhalten. Später wurden diese elf Vorschriften auf fünf reduziert.

Zum 01.01.2002 trat das Gesetz in Kraft und es wurde mit der Riester-Rente ein neues Kapitel in der Altersversorgung aufgeschlagen. Bisher hatte die Politik darauf hingewiesen, dass die gesetzliche Rentenversicherung für die Finanzierung des Lebensstandards im Rentenalter ausreichen würde, mit der Einführung der Riester-Rente, hat der Gesetzgeber nun selbst bestätigt, dass aufgrund der demographischen Entwicklung das bisherige Rentensystem nicht mehr ausreichend ist und die private Vorsorge immer wichtiger werden und auch von gesetzlicher Seite einen immer höheren Stellenwert einnehmen wird.

Jetzt Vergleichen

Riester Rente Vergleich anfordern

BKI Newsletter




* Pflichtfeld

Link setzen bei:


BK Infoportale Logo