Mindesteigenbeitrag bei der Riester-Rente?

Wieviel muss man sparen, um die volle Riesterförderung zu erhalten?

Damit man für seine Riester Rente die volle Grundzulage (§ 84 EStG) und die volle Kinderzulage (§ 85 EStG) erhält, muss man einen Mindesteigenbeitrag in seinen Riester-Vertrag einbezahlten.

Der Mindesteigenbeitrag wird jedes Jahr neu ermittelt und errechnet sich aus dem im Vorjahr erzielten rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommen abzüglich der erhaltenen Grund- bzw. Kinderzulage. Damit passt sich der Eigenbeitrag der Riester-Rente der Einkommensentwicklung so lange automatisch an, bis der Maximaleigenbeitrag inkl. der Zulagen erreicht ist.

Da die Riester-Rente in vier Förderstufen eingeführt wurde haben sich der Mindesteigenbeitrag und die Förderung seit 2002 wie folgt erhöht:

Neben dem Mindesteigenbeitrag wurde für geringe Einkommen oder Familien mit vielen Kindern ein Sockelbetrag definiert. Dieser Sockelbetrag darf bei der Riester-Rente nicht unterschritten werden, damit die Zulage ungekürzt bezahlt wird. Anfangs war dieser Sockelbeitrag noch abhängig von der Kinderanzahl (siehe nachfolgende Tabelle).

  keine Kinder 1 Kind ab 2 Kinder
bis 2004 45 € p.a. 38 € p.a. 30 € p.a.
ab 2005 90 € p.a. 75 € p.a. 60 € p.a.

Im Jahr 2005 wurde jedoch die oben gannte Regelung vereinfacht und der Sockelbeitrag wurde auf einheitlich 60 Euro festgelegt.

An dieser Stelle kurz zwei Beispiele:

Das rentenversicherungspflichtige Bruttoeinkommen eines ledigen Riester-Sparers lag im Jahr 2007 bei 36.000 Euro. Um die volle Grundzulage von 154,- Euro zu erhalten müsste dieser Sparer 4% von 36.000 Euro abzüglich der 154,- Euro als Mindesteigenbeitrag in seine Riester-Rente einbezahlen. Die Rechnung würde dann wie folgt aussehen:

36.000 * 4 / 100 – 154 = 1.286 Euro jährlicher Mindesteigenbeitrag

Das rentenversicherungspflichtige Bruttoeinkommen eines verheirateten Riester-Sparers mit einem Kind und einer nicht berufstätigen Ehefrau liegt ebenfalls bei 36.000 Euro. Um die volle Grundzulage von 154,- Euro und die volle Kinderzulage in Höhe von 185,- Euro zu erhalten sieht die Rechnung wie folgt aus:

36.000 * 4 / 100 – 154 – 185 = 1.101 Euro jährlicher Mindesteigenbeitrag

Da die Frau dieses Riester-Sparers nicht berufstätig ist, kann sie selbst zwar keine Riester-Rente abschließen, jedoch hat Sie die Möglichkeit die Förderung über einen abgeleiteten Riester-Vertrag in Anspruch zu nehmen. Hierbei ist jedoch folgende Besonderheit zu berücksichtigen. Da eine Berechnung der Zulagen über ein eigens Einkommen nicht möglich ist, wird in diesem Fall nur geprüft, ob der Ehemann seinen Mindesteigenbeitrag erbracht hat. Die Ehefrau müsste hier also keinen Eigenbeitrag erbringen um die volle Riesterzulage zu erhalten. In der Praxis verlangen jedoch viele Gesellschaften einen jährlichen Eigenbeitrag von 60 bis 180 Euro damit der Vertrag angenommen wird. Dieser von den Anbietern geforderte Eigenbeitrag ist jedoch nicht mit dem Sockelbeitrag zu verwechseln!

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