Steuerliche Betrachtung der Riester-Rente

Die steuerlichen Vorteile in der Ansparphase

Neben den Zulagen, kann man unter bestimmten Vorraussetzungen die Eigenbeiträge für seine Riester-Rente im Rahmen des Sonderausgabenabzugs steuerlich geltend machen.

In der Regel werden die Beiträge für die Riester-Rente aus dem Nettoeinkommen aufgebracht, das Geld welches in einen Riester-Vertrag fließt ist also schon versteuert worden. D.h. die Beiträge für eine Riester-Rente werden also nicht vor der Einzahlung in den Vertrag von der Steuer befreit, wie man das von anderen Altersvorsorgemodellen her kennt (Bsp.: betriebliche Altersvorsorge).

Vielmehr wird die Riester-Rente zum einen durch die Zulagen gefördert und zum anderen durch den Sonderausgabenabzug nach §10a des Einkommensteuergesetzes. So kann ein Sparer seine Eigenbeiträge für die Riester-Rente bis zu folgenden Höchstbeiträgen geltend machen.

Der steuerliche Sonderausgabenabzug für die Riester-Rente besteht zusätzlich zu den anderen Möglichkeiten gezahlte Versicherungsbeiträge steuerlich abzusetzen (Bsp. Krankenversicherung, gesetzliche Rentenversicherung, usw.).

Um einen Steuervorteil geltend zu machen, muss mit der normalen Steuererklärung die Anlage AV unter Angabe des Riester-Anbieters und des geleisteten Eigenbeitrags eingereicht werden. Vom Finanzamt wird dann geprüft, wie hoch die Steuerrückerstattung ausfallen würde. Ist dieser Betrag höher als die bisher schon erhaltene Zulage so wird die Differenz an den Steuerpflichtigen ausbezahlt. Der Steuerpflichtige kann nun frei über diesen Betrag verfügen und selbst entscheiden, wofür er diesen verwenden möchte. Der Sonderausgabenabzug steht jedem direkt geförderten Riester-Sparer zu. Das gilt auch für Ehepaare, bei denen beide ein eigenes rentenversicherungspflichtiges Einkommen erzielen. Ist der Riester-Vertrag des Ehepartners dagegen nur abgeleitet förderfähig, so kann der Sonderausgabenabzug nur einmal in Anspruch genommen werden.


Die Besteuerung in der Renten- bzw. Auszahlphase

Die Rentenzahlungen aus einer Riester-Rente werden laut dem Einkommensteuergesetz als „sonstige Einkünfte“ behandelt. (Das deutsche Einkommensteuergesetz kennt sieben Einkunftsarten, die zur Ermittlung des zu versteuernden Einkommens aufaddiert werden).

Die Riester-Rente wird somit bei der Ermittlung der Steuerlast eines Rentners komplett mit angerechnet. Im Gegensatz dazu werden Rentenzahlungen aus einer privaten Rentenversicherung die zum 65 Lebensjahr abläuft nur mit 18% zur Ermittlung der Steuerlast herangezogen. Man spricht hier dann von der Ertragsanteilbesteuerung.

Da bei der Riester-Rente die Rentenleistung voll zu versteuern ist, spricht man hier von der sogenannten nachgelagerten Besteuerung. Nachgelagert auch deshalb, weil man durch die Förderungen und Steuervorteile in der Ansparphase einer Riester Rente in den meisten Fällen rein rechnerisch keine Steuern bezahlt hat. Zwar wird der Beitrag für die Riester-Rente aus dem Nettoeinkommen bezahlt, hier wurden ja schon Steuern abgeführt, jedoch wird diese Steuerlast durch die Zulagen und durch den steuerlichen Vorteil des Sonderausgabenabzugs in den meisten Fällen wieder ausgeglichen. So das rein rechnerisch der Beitrag den man in eine Riester-Rente investiert, steuerfrei ist.

Grundsätzlich geht man davon aus, dass die nachgelagerte Besteuerung für einen Riester-Sparer von Vorteil ist, da in der Regel im Rentenalter die Einkünfte geringer sind, als sie während der Erwerbsphase waren und somit die Freibeträge im Rahmen des deutschen Einkommensteuergesetz stärker zur Entlastung beitragen. Wenn jedoch auch im Rentenalter die Einkünfte sehr hoch sind, kann die steuerliche Belastung für die Riester-Rente höher sein, als die Vorteile die man durch die Zulagen und den Sonderausgabenabzug in der Ansparphase genossen hat.

Eine realistische Einschätzung, ob sich die Riester-Rente unter steuerlicher Betrachtung rechnet, kann jedoch nicht vorgenommen werde, da es heute noch ungewiss ist, wie hoch die Freibeträge und der Steuersatz zum Zeitpunkt der Rentenzahlung eines Riester-Vertrages sein werden.

Unter dem Punkt Förderbeispiele haben wir für Sie einige Varianten berechnet.

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