Wohn-Riester – Förderung von Wohneigentum!

Hier finden Sie alles Wissenswerte zu Wohn-Riester!

Am 20. Juni 2008 wurden die neuen Regelungen von Wohn-Riester verabschiedet. Geregelt wird nun die zukünftige Förderung der selbstgenutzten Wohnimmobilie im Rahmen der Riester-Rente im neu beschlossenen Eigenheimrentengesetz (EigRentG).

Mit den neuen Beschlüssen hat die Bundesregierung eine Alternative zur entfallenen Förderung Eigenheimzulage geschaffen. Allerdings kommt man nur in den Genuss dieser Förderung, wenn man zuvor eine Riester-Rente abgeschlossen hat. Nachfolgend möchten wir die wichtigsten Regelungen und Änderungen zu Wohn-Riester kurz vorstellen und erläutern.

Zukünftig kann die Riesterförderung nun auch direkt in einen Darlehensvertrag bzw. einen Bausparvertrag fließen. Allerdings müssen auch der Darlehensvertrag und der Bausparvertrag die Riester-Zertifizierungskriterien erfüllen. Derzeit arbeiten alle Bausparkassen mit Hochdruck an der Konzeption der neuen Produkte. Diese werden voraussichtlich im 4. Quartal 2008 auf den Markt kommen.

Folgende Vertragsgestaltungen sind durch Wohn-Riester möglich:

Damit die oben genannten Produkte förderfähig abgeschlossen werden könne, müssen die Riester-Anbieter bei der Konzeption folgende Zertifizierungskriterien beachten.

Durch Wohn-Riester werden nun Tilgungsleistungen für eine selbstgenutzte Wohnimmobilie den geförderten Altersvorsorgebeiträgen gleichgestellt. Allerdings gilt diese Regelung nur für selbstgenutzte Wohnimmobilien, die nach dem 31. Dezember 2007 erworben werden.

FAQ zu Wohn-Riester
FAQ zu Wohn-Riester

Somit können alle Riestersparer ab 2008, neben den traditionellen Riesterprodukten in Form einer Rentenversicherung, eines Investmentsparplan oder eines Banksparplans nun auch Darlehens- oder Bausparverträge abschließen und die Riesterförderung in Anspruch nehmen. Auch bei den neuen Produkten besteht der Sonderausgabenabzug bis zu maximal 2.100 Euro pro Jahr

Doch nicht nur die neuen Produkte kommen in den Genuss der Wohn-Riester Regelung. So kann auch aus einem bestehenden Riester-Vertrag zukünftig Geld entnommen werden, um dieses für die Anschaffung oder Herstellung einer selbstgenutzten Wohnimmobilie zu verwenden.

Bei einer Entnahme aus einem bestehenden Vertrag unterscheidet man zwei Fälle:

Regelung bei der Entnahme während der Ansparphase

Während der Ansparphase kann das Altersvorsorgekapital ganz oder teilweise aus dem Riester Vertrag entnommen und für die Anschaffung einer selbtsgenutzten Immobilie verwendet werden. Eine Rückführung der entnommen Beträge in den bestehenden Vertrag ist nun nicht mehr notwendig. Durch diese Entnahmemöglichkeit kann der Sparer Eigenkapital für seinen Immobilienerwerb generieren. Der entnommene Betrag muss dann unmittelbar für den Erwerb einer selbstgenutzten Wohnimmobilie eingesetzt werden.

Um den bisherigen Produktgebern etwas Zeit für die Umsetzung der neuen Entnahmeregelung zu geben, wurde im neuen Gesetzt für die Jahre 2008 und 2009 eine Übergangsregelung beschlossen. D.h. in diesen beiden Jahren ist die Entnahme aus einem bestehenden Riester Vertrag (Abschluss vor dem 01.01.08), nur dann möglich, wenn mindestens 10.000 Euro entnommen werden können.

WICHTIG: Die Entnahme aus einem bestehenden Riester-Vertrag ist nur dann möglich, wenn das Objekt nach dem 01.01.2008 angeschafft wurde oder noch angeschafft wird.

Regelung bei der Entnahme zu Beginn der Auszahlungsphase

Alternativ zur Entnahme während der Ansparphase, kann man das komplette Altersvorsorgekapital auch zu Beginn der Auszahlungsphase entnehmen. Allerdings nur dann, wenn dieses Geld unmittelbar zur Entschuldung einer selbstgenutzten Wohnimmobilie verwendet wird.

WICHTIG: Die Entnahme ist in diesem Fall auch für Objekte möglich, die vor dem 01.01.2008 angeschafft wurden.

Wie wird die Förderung nach Wohn-Riester besteuert?

Auch bei der Förderung nach Wohn-Riester gilt der Grundsatz der nachgelagerten Besteuerung. Dies hat zur Folge, dass Eigenbeiträge die in einen Bausparvertrage oder einen Darlehensvertrag einbezahlt werden im Rahmen des Sonderausgabenabzugs steuerlich freigestellt werden. Im Gegenzug müssen die erhaltenen Leistungen im Rentenalter nachgelagert versteuert werden. Hierzu wird ein Wohnförderkonto geführt.

Auf diesem Wohnförderkonto werden bis zum Rentenbeginn alle Entnahmen die für den Kauf einer selbstgenutzten Immobilie getätigt werden, wie auch geförderte Tilgungsbeiträge und gewährte Zulagen erfasst. Es handelt sich dabei um ein „virtuelles“ Konto. Um die Förderung nach Wohnriester mit den Altersvorsorgeprodukten gleichzustellen, werden die erfassten Beträge addiert und während der Ansparphase jährlich mit 2% erhöht.

Durch diese jährliche Erhöhung wird unter anderem berücksichtigt, dass der Förderberechtigte schon mit dem Kauf bzw. Bezug der selbstgenutzten Wohnimmobilie einen direkten Nutzen durch den Einsatz der Riester-Förderung erhält.

Durch das Führen des Wohnförderkontos, weiß der Zulagenberechtigte mit Eintritt ins Rentenalter bzw. mit dem Beginn der Auszahlungsphase, welchen Betrag er versteuern muss. Er kann dann zwischen zwei Alternativen wählen.

1. Verminderungsbetrag

Wählt man diese Variante, so wird der Wert des Wohnförderkontos jedes Jahr um einen gleichbleibenden Betrag reduziert, bis er mit Erreichen des 85. Lebensjahres auf null zurückgeführt ist. Der so ermittelte Betrag wird dann jedes Jahr im Rahmen der Steuererklärung nachgelagert versteuert.

2. Einmalbesteuerung

Wählt ein Förderberechtigter die Einmalbesteuerung, so werden nur 70% des im Wohnförderkontos ermittelten Betrages nachgelagert besteuert. Zur Ermittlung der Steuerlast, wird der individuelle Steuersatz des Riester-Sparers herangezogen.

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